Wissenschaftlich heißt die Kleidermotte „Tineola bisselliella“ und ist ein gelber Falter

Der Körper und Vorderflügel zwischen vier und neun Millimeter lang sind. Besonders wohl fühlt sich die Kleidermotte an dunklen, trockenen und warmen Orten. Im Laufe ihres Lebens legen hier Weibchen zwischen 100 und 250 Eier an Textilien, Fellen oder Federn ab. Die Larven wiederum ernähren sich von tierischen Produkten wie Wolle, Haare oder Federn. Am besten gedeihen die Larven bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent. Unter diesen Bedingungen und bei ausreichend Nahrung verpuppt sich die Raupe innerhalb von zwei Monaten. In einem Jahr entwickeln sich meist zwei Generationen Kleidermotten. Handelt es sich jedoch um einen sehr warmen Sommern, dann können es auch drei oder vier Generationen sein.

Kleidermotten werden zwischen 12 und 18 Tagen alt und sind reine Materialschädlinge. Sie verfügen über sehr kräftige Mundwerkzeuge und können damit Felle und andere tierische Produkte in Textilien und Polstermöbeln zermahlen. Ferner machen es sich Kleidermotten auch an Baumwolle, Jute, zellulosehaltige Textilfasern von pflanzlicher Herkunft, Natur- und Kunstseide sowie vollsynthetisches Geweben zu schaffen. Auch wenn die Tiere diese Materialien gar nicht verdauen können. Diese Materialien dienen vielmehr dem Bau der Gespinströhre. Kleidermotten zerstören aber nicht nur die Kleidung im Schrank und lassen sie löchrig werden, sondern verschmutzen sie auch durch ihre Kokons, die fest am Stoff haften bleiben.

Man kann sich allerdings mit einer Reihe von Mitteln gegen die Schäden an der Kleidung durch Kleidermotten schützen. So gibt es beispielsweise kleine Säckchen, die ätherische Öle absondern und einfach in den Kleiderschrank gehängt werden. Kleidermotten verabscheuen diesen Geruch und verschwinden ebenso schnell wie sie gekommen sind. Für den Menschen geht von diesen Gerüchen keine Gefahr aus. Daneben gibt es auch sog. Mottendosen, die ebnfalls Geruchsstoffe enthalten, die Kleidermotten nicht bevorzugen. Meist handelt es sich um Naturstoffe wie Lavandinöl. Des Weiteren gibt es Lavendelblüten-Beutel, die ebenfalls einfach nur in den Kleiderschrank gehängt oder zwischen die Kleidung gelegt werden. Auch diverse Sprays werden vom Fachhandel angeboten, die auf gleiche Art und Weise wirken. Die Hersteller solcher Mottenmittel versprechen, dass ein bis drei Monate nach dem erstmaligen Einsatz von solchen Mottenmitteln die Kleidermotten verschwunden sind. Mit einem solchen Mottenmittel kann man nicht nur bestehende Kleidermotten verscheuchen, sondern auch eine Vorsorge schaffen, damit der Kleiderschrank nicht erneut von Kleidermotten befallen wird. Positiver Nebeneffekt ist dabei, dass durch diese Mottenmittel nicht nur Kleidermotten ferngehalten werden, sondern auch alle anderen Textilschädlinge.