Die Kirschlorbeer hat sich in den letzten Jahren zu einer der begehrtesten Heckenpflanzen entwickelt

Der Kirschlorbeer ist ein Rosengewächs und stammt ursprünglich aus Kleinasien. Es ist ein immergrüner, ziemlich frostresistenter Zierstrauch mit 8-15cm langen lorbeerähnlichen Blättern. Bei dem Kirschlorbeer gibt es verschiedene Sorten, somit variieren auch Höhe, Breite, Blattgröße, Eigenschaften und Verwendung ein wenig. Die gut duftenden weißen Blüten des Kirschlorbeer wachsen in endständigen Trauben zwischen April und Juni. Die zuerst grüne kugelige Frucht wird mit der Reife schwarz und besitzt einen leicht süßlichen Geschmack.

Aus dem Aussehen kann man sich den Namen ableiten, denn die Pflanze ist eine kirschartige Steinfrucht und besitzt wie schon erwähnt lorbeerähnliche Blätter. Die Pflege der Pflanze ist sehr wichtig, denn es ist ein schnellwüchsiges Gewächs. Ohne regelmäßigen Beschnitt, wird der Kirschlorbeer schnell sehr unpassend für kleine Gartenanlagen. Die Triebe des Kirschlorber können bis zu einem Meter im Jahr wachsen. Das Wachstum kann natürlich je nach Sorte unterschiedlich stark variieren. So dass es Sorten gibt, deren Wachstum in Höhe und breite bis zu 2 eineinhalb Metern im Jahr betragen kann. Um so eine wucherndes Gestrüp zu vermeiden sollte also die Hecke mindestens einmal besser zweimal im Jahr gestutzt werden. Man kann also sagen, dass es einer hohen Aufmerksamkeit benötigt, eine solche Pflanze in Grünanlagen zu verwenden. Der Schnitt sollte jährlich Ende April nach der Blüte stattfinden. Aber gerade durch den schnellen Austrieb des Kirschlorbeer eignet sich diese Pflanze zur Abgrenzung zu den Nachbargrundstücken in Heckenform. Bei der Verwendung als Hecke hat es den Vorteil, dass die wunderschone grüne Farbe auch im Winter bestehen bleibt. Allerdings ist es auch keine ganz billige Heckenpflanze.

Zusätzlich kann sich die Pflanze durch Selbstaussaht, an einem günstigen Standort zu einem Unkraut entwickeln. Dies geschieht durch Ausläufer oder einfach durch aussaat der in den Früchten enthaltenen Samen.  Den Kirschlorbeer kann man frei in Grünanlagen pflanzen, aber hauptsächlich benutzt man ihn zum Bau von Hecken, hier ist die Sorte Herbergii am besten. Dabei ist egal ob es ein schattiger oder sonniger Platz ist, wichtig ist die Feuchtigkeit, in Deutschland ist der milde norddeutsche Raum am geeignetsten. Der Kirschlorbeer mag lehmige Böden am liebsten. Dort entsteht selten Staunässe und die Wasserhaltekapazität ist ausreichend hoch um dem Kirschlorber ein feuchten Standort zu gewähren.

In anderen Ländern, wie der Türkei hingegen wird aus den Früchten der kultivierten Lorbeerkirsche Marmelade oder Trockenfrüchte hergestellt. Alle anderen Pflanzenteile sind als giftig eingestuft. Die Blätter und Samen enthalten den giftstoff Prunasin, welcher Rötungen, Kopfschmerzen und in sehr hohen Dosen auch Atem- und Herzstillstand bewirken kann. Bei letzterem muss allerdings eine Allergie vorliegen oder alle Früchte eines Strauches auf einmal verzehrt werden.

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