Metallorganische Verbindung werden zur Bekämpfung von Mehltaupilzen eingesetzt.

Zu den ältesten und am längsten eingesetzten Fungizidengehören Kupferverbindungen. Erstmalig wurde Kupfer 1885 in Form von Kupferkalkbrühe eingesetzt um den damaligen eingeschleppten falschen Rebenmehltau zu bekämpfen. Durch diesen Erfolg der Pflanzenschutzmaßnahmenwurden der chemische Pflanzenschutz geboren.

Aufgrund seiner guten Wirkung und günstigen Toxischen Eigenschaften ist Kupfer nach wie vor ein wichtiger Bestandteil bei der Pilzbekämpfung, besonders im biologischen Anbau. Wirksam ist das zweiwertige Kupferion, welches die Spore nach Aufnahme an der Proteinsynthese hindert und somit die Keimung blockiert wird. Ein Problem der Anwendung von Kupfer ist die Anreicherung im Boden durch langjährigen Einsatz. Eine Begrenzung der Zulassungsmenge ist eine Methode der Anreicherungentgegen zu wirken. Zugelassene Wirkstoffe sind Kuperoxychlorid oder Kupferhydroxid. Sie ermöglichen durch die feinere Verteilung auf der Pflanzenoberfläche eine deutliche Reduktion des Kupferanteils. Kupfer ist ausschließlich protektiv wirksam. Zusätzlich muss eine ausreichende Menge an Kupferionen von der Spore aufgenommen werden um sie an der Keimung zu hindern. Kupfer wird hauptsächlich gegen Oomyceten wie Phytopthora infestans der Erreger der Kraut und Knollenfäule bei Kartoffeln. Auchgegen Falschen Mehltau ist Kupfer sehr wirksam. Trotz der Jahre langen Anwendung von Kupferpräparaten sind bisher noch keine resistenten Pilzgruppenentdeckt worden.

Neben Kupfer wird auch Schwefel zur Pilzbekämpfungeingesetzt. Es wird ebenso wie Kupfer aufgrund der günstigen Eigenschaften undseines geringen Preises als Fungizid verwendet. Schwefelpräparate werden durch Stäuben, Verdampfen oder Spritzen ausgebracht. Schwefel ist Elementar wirksam.Wie der Pilz auf den Schwefel reagiert ist unklar. Vermutet wird eine Aufnahmeüber die pilzliche Zellwand. Schwefel kann innerhalb der Zelle die Atmungsketteangreifen und somit die Energiegewinnungsprozesse des Pilzes stören oder sogar außer Kraft setzen. Schwefel kann zusätzlich als Nährstoff zur Behebung von Schwefelmangel beitragen. Zum Einsatz kommt Schwefel vor allem gegen den Echten Mehltau. Trotz der Jahre langen Anwendung von Kupferpräparaten sind bisher noch keine resistenten Pilzgruppen entdeckt worden.

Bis 2001 gab es noch zugelassene organische Zinnverbindungen. Aufgrund ihrer Toxizität gegenüber Säugetieren wurde dieses Fungizid jedoch vom Markt genommen. Der Einsatzbereich waren ebenfalls diefalschen Mehltaupilze und Oomyceten. Der zuletzt Zugelassene Wirkstoff war Brestan. Außerdem hatte Zinn eine ungewollte Nebenwirkung auf das Pflanzenwachstum.

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