Der Gemeine Rhabarber aus der Familie der Knöterichgewächse ist ein beliebtes Stielgemüse

Die umgangssprachlich als Rhabarber bezeichnete Pflanze heißt eigentlich Gemeiner Rhabarber oder botanisch Rheum rhabarbarum. Rhabarber wird bis zu 3m hoch und hat rötliche faserige Stiele. Unterschieden werden drei unterschiedliche Färbungen: rotstieliger/rotfleischiger, rotstieliger/grünfleischiger und grünstieliger/grünfleischiger Rhabarber. Gerne angebaut wird rotstielige/rotfleischige „Holsteiner Blut“, „Elmsjubiläum“, „Rotstielige Viktoria“ und „Vierländer“. Eine bekannte rotstielige/grünfleischigen Sorte ist z.B. „The Sutton“ und zu den traditionellen grünsstieligen Sorten gehört „Esta“ Zu Beginn des 20. Jahrhunderts soll es noch 35 Rhabarbersorten gegeben haben.

Wichtig für ein gutes Gelingen ist ein durchlässiger, nährstoffreicher Boden. Vor der Pflanzung sollte man reichlich Kompost in den Boden einarbeiten. Zudem ist eine Düngung mit Kompost einmal im Herbst oder Frühjahr erforderlich. Des Weiteren ist im Frühjahr eine Stickstoffdüngung zu empfehlen.

Beim Rhabarber handelt es sich um eine mehrjährige Pflanze, die im späten Herbst oder zeitigem Frühjahr gepflanzt wird.

Im ersten Jahr ist keine Erne möglich. Im Zweiten kann der Rhabarber die halbe Zeit bis zum Johanni Tag (24.6.) geerntet werden und ab dem dritten Jahr dann bis zum Johanni-Tag. Dabei werden die Blattstängel geerntet. Besonders schmackhaft sind jungen Pflanzen, die nur in der Zeit von April bis Juni geerntet werden. Dandach wird Rhabarber immer saurer. Die geschälten Stiele kann man, in ein feuchtes Küchentuch gewickelt, mehrere Tage im Kühlschrank aufbewahren. Zudem kann man Rhabarber auch einfrieren und so mehrere Monate haltbar machen. Roh schmeckt Rhabarber überhaupt nicht und wird daher blanchiert. Am häufigsten wird Rhabarber zu Kompott verarbeitet.

Bei einer entsprechenden Pflege kann eine Rhabarberstaude bis zu 20 Jahre alt werden. Ab Anfang Herbst, also in der Ruheperiode, kann die Vermehrung durchgeführt werden. Hierzu werden ca. 10 Zentimeter dicke Teilstücke von der Mutterpflanze abgestochen, die mindestens eine Knospe haben. Mit einem Abstand von ca. 90cm werden die Pflanzen so gepflanzt, das die Wurzeln mit Erde bedeckt und die Knospe knapp über der Oberfläche ist.